Ausflug zu einem (neuen) alten Weltwunder der Natur nach Sabang

Wenn man im Internet in einer Suchmaschine nach Sehenswürdigkeiten in Puerto Princesa oder Palawan sucht, landet man ziemlich schnell beim Puerto-Princesa-Subterranean-River-Nationalpark. Da sich dieses Naturweltwunder nur 70 km von uns entfernt befindet, wollten wir es vor dem Einsetzen der großen Touristenströme ab Mitte Dezember besuchen.

Weil unser Auto mal wieder in der Werkstatt steht, buchten wir ein Komplettpaket über diese Internetseite. Der Besitzer holte uns persönlich ab und wir freuten uns sehr, mit jemandem auf deutsch reden zu können, der sich hier sehr, sehr gut auskennt und die Veränderungen der Insel aus eigener Erfahrung beschreiben kann.

Auf der Straße nach Sabang (die erst seit einigen Jahren befestigt ist) gab es am Buenavista einen ersten Stopp. Hier hat man einen wunderschönen Blick über die Ulugan Bay. Außerdem bekommt man frischen Bukosaft (grüne Kokosnuss), der lecker schmeckt und außerdem gesund sein soll.

Einen zweiten Stopp legten wir kurz vor Sabang ein, weil es dort die Elefantenhöhle zu sehen gibt. Bevor man zu ihr kommt, muss man aber erst an diesem Wasserbüffel vorbei, der aus der Nähe ganz schön riesig ist mit seinen langen Hörnern.

Dann erreichten wir das Bambua Nature Cottages, in dem wir für den Aufenthalt in Sabang unser Quartier gefunden hatten.

Der Besitzer, der vor 30 Jahren Deutschland verlassen hat, war während der ersten siebzehn Jahre seines Aufenthaltes hier Reisfarmer. Grund für mich, mir die Reispflanzen mal anzuschauen, denn Reiskörner kannte ich bisher nur aus der Packung…

Am Nachmittag erkundeten wir eine erste Sehenswürdigkeit von Sabang, nämlich den Mangrovenfluss mit einem Paddelboot unter Leitung einer kundigen Reiseführerin und gesteuert von einem fleißigen Paddelmann. Wir sahen viele Tiere in freier Wildbahn, die es aber leider nicht auf die Fotos geschafft haben 😄 Ich bin ordentlich von Moskitos und Nikniks gebissen worden, aber immer noch besser, als wenn es Krokodile gewesen wären. Das letzte Krokodil wurde hier wohl vor 10 Jahren gefangen.

Am nächsten morgen ging es in aller Frühe zum Fährableger, damit wir vor dem ab 10 Uhr einsetzenden Touristen- und Tagesausflüglerstrom das Weltwunder des Untergrundflusses in aller Ruhe besichtigen können. Die Organisation unseres Gastgebers war wirklich perfekt und ich kann euch nur raten, wenn ihr mal hier in der Gegend seid, verlasst euch auf ihn! Und bucht besser gleich mehr als eine Nacht, ihr werdet es sicher nicht bereuen.

Die Überfahrt zum Underground River dauerte ca. 20 Minuten und führte über hohe Wellen am schönen Strandpanorama von Sabang entlang. Der Berg im Hintergrund heißt „schlafender Riese“, weil man gut die Stirn, die Nase, das Kinn und vor allem den Bauch erkennen kann. Am Strand angekommen gab es wilde Affen zu sehen, denen wir uns aber laut Ratschlag des Bootsführers nicht nähern sollten, da ihr Verhalten auf Grund früherer Erfahrungen mit Menschen aggressiv sei.

Vom Strand ging es ein kurzes Stück durch den Regenwald zum Eingang des Nationalparkes. Hier war alles sehr gut organisiert. Wir erhielten Helme und Audioguides (in deutsch!) und dann ging es auch schon los in einem Boot, welches von einem äußerst witzigen Bootsführer gesteuert wurde. Als wir den Eingang der Höhle durchfahren hatten, wünschte er uns eine gute Nacht und versprach eine ruhige Reise bis zum nächsten morgen. Dann allerdings zückte er eine Taschenlampe und wies uns auf die einzelnen Sehenswürdigkeiten hin (während im Kopfhörer Wissenswertes zur Höhle, ihrer Entstehung, Entdeckung und Erforschung zu hören war). Viele der Sehenswürdigkeiten haben christliche Namen wie heilige Familie, letztes Abendmahl, Kreuztuch…

Nach der Tour konnten wir im Nationalpark auch noch Affen und Warane beobachten.

Zum Abschluss des Tages hatten wir uns noch einen Ausflug zum Wasserfall vorgenommen. Der Weg dahin war zwar äußerst steinig, aber es hat sich auch gelohnt, denn wir konnten im frischen Süßwasser (Freshwater) herrlich mit Blick auf das Meer baden. Außerdem war es ein reiner Hotspot, um mit Touristen u.a. aus Gelsenkirchen und Kalifornien ins Gespräch zu kommen.

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