2018 – Willkommen!

Nachdem das neue Jahr gut zwei Wochen jung ist und weil es draußen regnet, werde ich euch über unsere Erlebnisse seit meinem letzten Blogbeitrag berichten.

Beginnen will ich mit unserem Weihnachtsessen. Nachdem ich in etlichen Nachrichten aus Deutschland immer wieder über Gänsekeule, Rotkraut und Klösse gestolpert bin, überkam mich auch das Bedürfnis nach einem solchen weihnachtlichen Mahl. Da unsere Möglichkeiten, uns so etwas selbst zu bereiten, hier zu begrenzt sind, versuchten wir es auswärts. Leider war nichts zu finden. Deshalb besuchten wir Bruno’s, eine Gaststätte mit angeschlossenem Deliktessenladen, die von einem Schweizer und seiner philippinischen Frau betrieben wird und aßen Schnitzel. Der Text auf dem roten Schild lautet frei übersetzt: „Wir haben kein WLan  — redet miteinander (stellt euch vor, es ist 1980“.

Dann kam Besuch aus Deutschland. Die Eltern und Geschwister von Tabea (die Nichte meiner Frau, die hier den Navacopahport managed) kamen nach Palawan, um gemeinsam Weihnachten, eine Hochzeit und Silvester zu feiern. Da die Familie meiner Schwägerin äußerst musikalisch ist, die Streichinstrumente aber nicht noch ins Fluggepäck gepasst haben, gab es einen „Deal“ mit einer hiesigen Musikschullehrerin. Für den Verleih der Instrumente gab es einen deutschen Beitrag zum 10jährigen Musikschuljubiläum der Palawan State University.IMG_2020Um die Tage zusammen zu verbringen, reisten alle zu einem wundervollen Platz  70 km nördlich von Puerto Princesa nach Tonyings, ein Selbstversorgerhaus mit genug Platz zum feiern. Am heiligen Abend gestalteten die Anwesenden eine Christvesper (in deutsch, englisch und auf Tagalog), bei der es sogar ein Krippenspiel zu sehen gab.IMG_2074

Danach gab es ein Weihnachtsessen, zu dem wir Heines Kartoffelsalat und Wiener beisteuerten.photo_2017-12-25_13-55-11

Nach Weihnachten wurde in dieser traumhaften Umgebung geheiratet. Tabea und Bong gaben sich das Ja-Wort (in englisch, deutsch und auf Tagalog).DCIM100GOPRO

Silvester verbrachten wir Erwachsenen hier in Puerto Princesa und die jungen Leute im Urwald. Dieses Bild zeigt eigentlich fast nichts, aber das war unsere Sicht von der Terrasse auf das Feuerwerk zum Jahreswechsel. Es wurde geknallt, aber wesentlich weniger als in Deutschland. Dafür hatte man den Eindruck, als ob alle jungen Männer die Schalldämpfer von ihren Motorrädern und Mopeds entfernt haben und damit die Straßen auf- und abfahrend Krach erzeugte.IMG_2222Gemeinsam erlebten wir in dieser Zeit (am Rande) drei tropische Regenstürme  (Urduja/Kai-Tak, Vinta/Tembin, Agaton/Bolaven), was den Abflug der Schwagersleute erheblich verschob.

Im neuen Jahr machten wir unseren Neujahrsspaziergang zum Irawan Eco Park. Hier gibt es mehrere Orte, an denen Baumpflanzaktionen stattfinden und ein Ranger erzählte uns vor Ort, dass er aufpasst, dass die Natur und Wasserressourcen für die kommenden Generationen bewahrt werden.IMG_2239

In der vergangen Woche haben wir uns vom Schuldirektor des Life College, auf dem Jim und Carolien die letzten 5 Monate gewesen sind, verabschiedet, da er jetzt eine Gruppe von Schülern zur Global Citizenship Class durch etliche Länder Südostasiens begleiten wird und wir bei seiner Rückkehr schon weiter gereist sein werden. Beim Verlassen des Schulgebäudes fiel mir das folgende Plakat auf, welches sicher die Schülerinnen und Schüler motivieren soll:IMG_2268Sinngemäß übersetzt heißt es:

Ich kann! Die 8 Einstellungen der Verantwortlichkeit

1. ausgezeichnete Entscheidungen treffen

2. Verantwortung übernehmen

3. eine positive Einstellung haben

4. tun, was getan werden muss

5. beteiligt sein

6. arbeite an mir

7. diene anderen

8. bin Anführer.

Ich wünsche den jungen Menschen viel Glück und Energie sowie Gottes Segen dabei!

Anfang der letzten Woche konnten wir auf unserem Grundstück einen Bindenwaran beobachten. Er war ca. 120 cm lang und damit das bisher größte Tier, das uns besucht hat. Vermutlich hatte er es aber auf die Hühner und ihre Eier in der Nachbarschaft abgesehen.

Carolien und Jim besuchten am Samstag eine fantastische Wasserwelt in der Kamia Bay, die 30 km südlich von Puerto Princesa liegt und die ganz neu eröffnet worden ist. Wer das Spiel Super Mario kennt – daran fühlte ich mich beim Zuschauen erinnert. Den Beteiligten hat es viel Spaß gemacht.IMG_2274

Inzwischen haben wir Besuch von meinem Bruder und seiner Frau erhalten. Gestern waren wir mit ihnen den Olangoan Wasserfall besuchen.

Im frischen Süßwasser konnten wir uns nach der etwas schweißtreibenden Wandung herrlich erfrischen.

Mit diesem Bild von mir auf einer schwankenden Brücke möchte ich mich für heute verabschieden.IMG_6436

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