Costa Rica – Ankunft und Abschiede

Nach unserer wegen eines Reifenproblems am Flugzeug verspäteten Ankunft in San José, Costa Rica, wurden wir am Flughafen von Eddi, einem einheimischen Betreuer der Austausch-Organisation Firsthand, abgeholt und zu unserem Hostel gebracht.

Nach einigen Tagen der Erholung von Los Angeles und Ankunft in Costa Rica brachen wir mit dem Bus auf nach Sámara, um Jimmy zu seiner Gastfamilie und der dortigen Sprachschule zu bringen.

Sámara ist ein Städtchen mit einem wunderbaren Strand, welches von Touristen gut besucht wird und wo sich hervorragend das Surfen lernen läßt.

Nach 2 Tagen verließen wir Sámara und Jimmy 😢 und fuhren zurück nach San José, denn der meiste öffentliche Verkehr wird über die Hauptstadt abgewickelt, weil es nur eine begrenzte Anzahl von Straßen durch und über die Gebirge gibt.

Am nächsten Tag ging es mit dem Bus nach Buenos Aires, einer Stadt im Süden Costa Rica’s an der Straße, die dann weiter Richtung Panama führt. Dort fuhren wir hin, um im Bribridorf Salitre unsere frühere Gasttochter Isabel und ihre Familie zu besuchen. Carolien wird dort für einige Wochen zu Besuch bleiben und zur Schule gehen. Auf dem Weg dorthin fuhr der Bus an einer Osterprozession vorbei – in Costa Rica ist die Karwoche die Semana Santa, die heilige Woche, in der sich die Menschen mit dem Ostergeschehen beschäftigen.

Nach einer Weile der Busfahrt knackte es in meinen Ohren und ich schaute auf meinen Höhenmesser. Ich hatte so um die 700m erwartet und war sehr erstaunt, schon über 2.500m hoch zu sein. Die Baumgrenze, die bei uns in Mitteleuropa bei 1.000m liegt, liegt hier in den Tropen viel höher. Aus dem Fenster konnten wir die Wolken sehen und man nennt den Wald, den oft die Wolken umhüllen Nebelwald. Die Fahrt durch die Wolken glich stellenweise auch einer Fahrt im Nebel. An anderen Stellen sah man die Wolken wie aus einem Flugzeug unter sich. Die höchste Stelle, durch die wir fuhren, nennt sich Cerro de la Muerte und ist in über 3.300m Höhe.

Am Busbahnhof in Buenos Aires holte uns Isabel ab und brachte uns nach Salitre. Ich freute mich sehr über die üppige Vegetation und durfte mir einige Orangen zum Verzehr abpflücken. Auch eine Wanderung machten wir, um vom Berg aus über das Land der Bribri schauen zu können. Isabel zeigte uns Bríbripa, das kulturelle Zentrum ihres Volkes.

Wir besuchten einen ihrer Onkels, der uns seinen erstaunlich vielfältigen Garten zeigte. Am letzten Tag unseres Aufenthaltes gab es Tamale, eine selbst zubereitete Speise, die man in Costa Rica an Feiertagen isst. Handelnde Chefinnen in der Küche waren Isabels Oma, Mutter und Tanten, aber auch wir durften beim Packen der ‚Päckchen‘ helfen. Und später natürlich beim Verzehr der leckeren Speise…

Schließlich war der Tag des Abschiedes von Caro gekommen, die dort vor allem ihr Spanisch verbessern will. Wir sind überzeugt, dass sie dort gut aufgehoben ist, aber so ganz ohne Kinder ist es uns schon sehr komisch zu Mute, nach dem wir die letzten Monate ja beinah ständig zusammen waren.

Wir fuhren am Mittwoch nach San José zurück, da am Gründonnerstag sowie am Karfreitag keine Busse in Costa Rica fahren.

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