4. Woche – vom Arenal zur Karibik

Arenal

…. und wir folgten dem Ruf des Berges. Am Fuße des Arenal liegt der Ort El Fortuna. Ob der Ort so heißt, weil er bei Ausbrüchen des Vulkans Glück gehabt hat? Na ich wünsche es ihm und seinen BewohnerInnen jedenfalls auch weiterhin! Bis vor einigen Jahren war der Vulkan noch aktiver und die in der Nacht leuchtenden Lavaströme waren ein Magnet für Touristen. Als die Lava dann 2010 aufhörte zu fließen, befürchteten die Ticos das Ausbleiben der Touristen, aber unser Eindruck ist, dass hier immer noch eine Menge Besucher kommen und genug zu sehen haben.

Unser Glück war, dass ein weiterer Teilnehmer des Süd-Nord-Austauschs 2015 (der mit unserer Gasttochter Isabel aus Costa Rica kam), nämlich Gustavo, in La Fortuna Fremdenführer ist. Wir verabredeten uns mit ihm und er zeigte uns die schönsten Stellen seiner Region.

Er lud uns in sein Auto und vorbei am Arenalsee (auch ein Stausee) machten wir einen Ausflug zum Arenal. Man darf aber nicht direkt auf den Vulkan klettern, sondern es gibt am Rand einige Wanderwege, auf denen man die Natur erkunden und einige schöne Blicke auf den Kegel werfen kann.

Wie schon im vorigen Blogbeitrag geschrieben, soll es ja eine Seltenheit sein, den Berg in seiner ganzen Pracht zu sehen, aber kaum waren wir am ersten Aussichtspunkt angekommen, verzogen sich die Wolken.

Kaum hatten wir den Berg verlassen, hüllte er sich dann wieder in Wolken.img_4638-1

Trotz des aufziehenden Regens besuchten wir danach mit Gustavo die hängenden Brücken im Mistico Park. In diesem Teil des Nationalparks kann man ohne große Höhenunterschiede bewältigen zu müssen durch den Park wandern, Tiere beobachten, Pflanzen bestaunen und seinen Mut auf den Hängebrücken probieren.

Gleich am Eingang des Parks hatten wir das Glück, ein Faultier beobachten zu dürfen.

Allerdings war die Gruppe vor uns wohl so entzückt und dementsprechend laut, dass es seine Faulheit überwand und wer auf meinem Video gut sucht, kann sehen, wie es in die Spitze des Baums flüchtet.

Ohne Gustavos Hinweise wären wir sicher an vielen Tieren vorbeigegangen, ohne sie wahrzunehmen, wie zum Beispiel dieser kleinen, aber sehr giftigen Schlange. Andere Tiere wiederum wie der Racoon (Waschbärenart) laufen umher ohne Scheu vor den Parkbesuchern zu haben. Gustavo meinte zum aufgestellten Schwanz, dass diese Tiere das WLan-Signal suchen.

Auch sehr kleine Tiere sahen wir wieder. Die Blattschneideameisen haben eine geregelte Arbeitsverteilung. Es gibt neben den Schneideameisen auch die Träger, die Straßenreiniger und die Beschützer.

 

Karibik

Vom Arenal verabschiedeten wir uns nach zwei Tagen und fuhren an die Ostküste in die Karibik. Unser Quartier war in Cahuita, einem Dorf mit Strand und Nationalpark. Hier gibt es playa blanco und playa negro, das meint weiße und schwarze Strände (Sandfarbe).

Im Nationalpark konnten wir wieder etliche Tiere und Pflanzen beobachten. Auch hier gibt es Faultiere, Affen und die verschiedensten Vogelarten (Papageien und andere bunte Vögel).

Der Nonifrucht wird ja allerhand Heilsames und Lebensverlängerndes nachgesagt. Die Literflasche kostet im Versandhandel über 50€. Hier steht die Pflanze am Strand und die Früchte landen unbeachtet auf dem Sand.

Das Essen in der Karibik soll sich vom Essen im restlichen Costa Rica unterscheiden durch die Beigabe von Kokosmilch. Für mich war allerdings ein europäisch belegtes italienisches Baguette bei MiNonna (mein Großmütterchen) zum Frühstück das Schönste.

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Limon

Die Stadt Limon ist die größte Stadt in der Region, aber für Touristen eher eine Umstiegs- und Durchfahrtsstelle. Im Stadtpark sah ich das folgende Denkmal, welches einen Bezug zum Eisenbahnbau und der Anwerbung von Gastarbeitern aus Jamaika darstellt. Um im 19. Jahrhundert die Bananen von den Plantagen schneller abtransportieren zum können, wurde Eisenbahnstrecken gebaut. Die dafür benötigten Arbeiter wurden aus Jamaika geholt. Deren Nachfahren bilden heute einen großen Teil der Bevölkerung des karibischen Teils Costa Ricas. Und auch Italiener wurden zum Bau der Bahn angeworben, weshalb einem immer wieder auch italienische Begriffe (MiNonna) begegnen.

Nach diesem Ausflug an die Karibik ging es für uns wieder zurück nach San José.img_4723

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